Vielleicht stellen sich nicht nur meine Bekannten die Frage, warum ich das mache, was ich tue. Also versuche ich zu erklären…
Die Idee für mein Projekt – „Entgegennahme von persönlich verfassten Nachrichten, welche erst nach dem Tod des Verfassers an dessen Wunschempfänger versendet werden“ – kam mir in einer aus jetziger Sicht unspektakulären Nacht unter.
Es war damals nicht das erste Mal, dass mir wichtige Gedanken während meiner Einschlaf- bzw. Aufwachphase unterkamen. Beruflich hat es mich immer wieder erschreckt, wie sehr das Unterbewusstsein arbeitet – fortwährend ohne Pause. Zahlreiche bedeutende Eingebungen aber auch Fehler, welche mir in den Nachtstunden vor Augen geführt wurden, haben positive Auswirkungen auf mein berufliches Tun bzw. Unterlassen gehabt. Ich konnte Fehler zeitnah beheben oder bewusst gar nicht erst machen, Ideen präsentieren und immer wieder Anreize zum laufenden Geschäftsalltag geben.
Die vergangenen Jahre waren und sind geflutet mit zahlreichen schlaflosen Nächten. Teils aufgrund meiner Kinder, teils aufgrund panischen Verlustängsten bzw. unaufhörlichen Gedanken wie man einer schweren Krankheit trotzen kann. Jene Nacht aber, welche gedanklich auf meine Idee abzielte, war ruhig und erholsam. Eine Nacht, welche mit einem Morgen endete, der mich mit Energie erfüllte und mit Tatendrang anspornte. Am selben Nachmittag habe ich meinem Mann von meiner Idee erzählt.
Also nochmals auf die Frage Vieler zurückzukehren…warum ich ein Gewerbe anmelde, Steuern an die Versicherung und Finanzamt zahle, obwohl es mehr Aufwand als Einnahme darstellt…weil mein Bauch sich nicht verkrampft und der Gedanke meinem Herzen gut tut…zufrieden mit meiner Antwort? 😉